Zeitrechnung und Kapazitätsrechnung im PM – Begriffsklärung und Bedeutung

Zeitrechnung und Kapazitätsrechnung bezeichnen die kombinierten Berechnungsverfahren im Projektmanagement, die sowohl die zeitliche Planung (Terminrechnung) als auch die Ressourcenverfügbarkeit und -auslastung berücksichtigen. Die Zeitrechnung ermittelt im Rahmen der Netzplantechnik die frühesten und spätesten möglichen Anfangs- und Endzeitpunkte für alle Vorgänge sowie Pufferzeiten. Die Kapazitätsrechnung prüft parallel, ob die erforderlichen Ressourcen (Personal, Maschinen, Material) in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen, sie berechnet die Termine und die Einlastung der im Projekt eingeplanten Ressourcen. Beide Verfahren werden verwendet, um einen realistischen und umsetzbaren Gesamtprojektplan zu erstellen. Unter Terminrechnung versteht man bei PLANTA eine automatisierte Berechnung der Terminpläne der Projekte. Dabei werden unter Berücksichtigung verschiedener Planungsvorgaben und Einstellungen sämtliche Faktoren der Terminpläne, wie Termine, Dauer, Ressourcenaufwände und Kosten von einem speziellen Algorithmus kalkuliert.

Beispiel, Best practice und weitere Informationen zum Begriff

Mithilfe der Zeitrechnung und Kapazitätsrechnung wird für jeden Vorgang im Projektplan beispielsweise dessen frühester möglicher Starttermin unter Berücksichtigung aller Vorgängerabhängigkeiten und der Verfügbarkeit benötigter Ressourcen berechnet. Eine bewährte Praxis ist die integrierte Durchführung beider Rechnungen nach jeder signifikanten Planänderung, um den Plan aktuell und realistisch zu halten. Die Zeitrechnung ist ein fundamentaler Bestandteil des Zeitmanagements nach PMBOK Guide (insbesondere der Methode des kritischen Pfades), während die Kapazitätsrechnung das Ressourcenmanagement unterstützt. Eine korrekte Zeit- und Kapazitätsrechnung gewährleistet einen kohärenten, realistischen Zeitplan und hilft, sowohl zeitliche als auch ressourcenbedingte Engpässe frühzeitig zu identifizieren.