Gemeinkosten im PM – Begriffsklärung und Bedeutung
Gemeinkosten (auch indirekte Kosten oder Overhead-Kosten genannt) sind Kosten, die im Rahmen der Geschäftstätigkeit einer Organisation anfallen, aber nicht direkt einem spezifischen Projekt, Produkt oder einer Dienstleistung zugeordnet werden können. Sie werden verwendet, um die Gesamtkosten der Projektabwicklung oder der betrieblichen Leistungserstellung vollständig zu erfassen. Typische Beispiele für Gemeinkosten sind Mieten für Bürogebäude, Gehälter für Verwaltungspersonal, allgemeine IT-Infrastrukturkosten oder Energiekosten. Diese Kosten werden oft über einen Verteilungsschlüssel (Gemeinkostenzuschlag) auf die einzelnen Projekte oder Kostenträger umgelegt.
Beispiel, Best practice und weitere Informationen zum Begriff
In einem Beratungsunternehmen könnten die Kosten für die Büromiete, die zentralen Sekretariatsdienste und die allgemeine Büroausstattung als Gemeinkosten betrachtet werden, die dann anteilig auf die verschiedenen Kundenprojekte verteilt werden. Eine bewährte Methode (Best Practice) ist es, Gemeinkosten systematisch zu erfassen und über einen nachvollziehbaren und angemessenen Schlüssel auf die Kostenträger (wie Projekte) zu allozieren. Dies entspricht den Prinzipien des Kostenmanagements nach PMBOK und fördert die agilen Prinzipien der Kostentransparenz. Eine korrekte Erfassung und Verteilung der Gemeinkosten hilft, die tatsächliche Profitabilität von Projekten zu verstehen und fundierte Preisentscheidungen zu treffen.